What to do in Cape Town and around?

Habe ich mit dem letzten Blog Euer Interesse vielleicht geweckt und Ihr fragt Euch nun, was denn so zu tun wäre? Hier kommen ein paar Empfehlungen von mir, wenn Ihr Euch bewußt dagegen entscheidet, in den Norden, zum Krüger Nationalpark zu fliegen. Denn in Kapstadt und Umgebung gibt es eine Menge zu erkunden und entdecken!

Was sind echte MUST DOs?

1.Sonnenuntergang am Signal Hill
Versteht sich mit Bier! Einfach den MyCiti-Bus ein Stück mitnehmen oder mit dem Auto den Berg hoch. Die Sitz-Wiese entdeckt Ihr sofort.

Watching the sun go down from Signal Hill, the so called „Sunset Drive Up“
Beer and driver’s beer 🙂

2. Platteklip Gorge hochwandern
Das ist der leichteste Anstieg, um zu Fuß auf den „Tisch“ von Table Mountain hochzukommen (ca. 2.100 m hoch). Der Trekk ist leicht, aber anstrengend. Zwei Stunden steile Natursteintreppen lassen die Knie ganz schön zittern. Auf dem Rückweg könnt Ihr dann das Cable Car nehmen. Und wenn ihr einen echten südafrikanischen Kick wollt, dann macht die Wanderung mit toe shoes!

Hiking up the steep stone stairs…some of us with toe shoes!
I’m on the „Table“ yeah!
With that view you totally forget about the screaming muscles of your legs…

3. Eis an der Waterfront essen
…und sich kaputt lachen über die Robben. Diese Tiere sind dermaßen verspielt und neugierig, dass sie gerne mal eine Show für die Touristen abliefern.

The Waterfront sea gulls like cams and posing

The big wheel is a famous landmark of Cape Town
Seals fooling around

4. Frischen Fisch und Meeresfrüchte essen
Für alle Fish-Lover ist Cape Town ein wahres Paradies auf Erden. Ihr werdet hier glückselig! Vier Restaurants bzw. Imbisse haben mich als Kundin auf Lebensdauer gewonnen:

Ocean’s Basket in V&A-Mall an der Waterfront
Ehrlich gesagt hasse ich Shoppingmalls und käme nie auf die Idee dort zu essen. Aber diese gemischte Platte, die milderte meinen Hass in Sekundenschnelle…und ich bin auch ein zweites Mal hin 🙂

Snoekies Hout Bay
The best XXL Fish&Chips am Hafen von Hout Bay. Und genau gegenüber vom Imbiss findet Ihr am Freitag Abend eine tollen Food&Antique Market mit Live Musik.
Entfernung: 30 Minuten Autofahrt von Kapstadt

Fisherman’s Kommetjie
Große Portionen, sehr lecker und eine tolle, urige Atmosphäre!
Entfernung: Etwa 1 Stunde Autofahrt von Kaptstadt, eignet sich gut als Zwischenstopp bei einer Tour nach Cape Point

Kalky’s Fish & Chips
Hier könnt Ihr die 750gr ultimative Snook-Challenge mitmachen. Und dazu noch selbgemachte Chips…Der Fisch hier kommt direkt vom Meer in die Pfanne/auf den Grill, denn der Imbiss liegt direkt im Hafen.
Entfernung: zwischen 1 und 1,5 Stunden Autofahrt von Kapstadt, eignet sich gut als Zwischenstopp bei einer Peninsula-Tour

The real 750gm snook challenge @Kalky’s – accomplished!
At the port of Kalk’s Bay you can buy all types of fish – fresh or…
…dried

5. Das District Six Museum besuchen und Geschichte lernen
25 Jahre nach Ende des Apartheids ist die tief klaffende Wunde in der südafrikanischen Gesellschaft längst nicht verheilt. Segregation, gegenseitige Ablehnung und Diskriminierung sind weiterhin da und spürbar. Das Ganze wird befeuert durch die fortschreitende Gentrifizierung im Herzen von Cape Town. An jeder Ecke wird gebaut, aber es entsteht kein Wohnraum für normale Menschen, sondern nur Luxus-Appartements. Die Immobilienblase wächst und die Mietpreise sind jetzt schon höher als in Deutschland. Sehr intensiv war mein erstes Ausgehen nachts auf der dicht bevölkerten Long Street, die Straße der Bars und Clubs in Cape Town. Als weiße, rothaarige Frau kam ich mir deplatziert und verloren vor, obwohl ich mit Freunden unterwegs war, die People of Color sind.

An den Wahnsinn des Apartheids erinnert das District Six Museum. Die Geschichte von der gewaltsamen Räumung und Zwangsumsiedlung von 60.000 Cape Townern, die das Museum ganz plastisch erzählt, ist nur ein kurzes Kapitel aus dieser grausamen Zeit.

The District Six museum is located in the same-named neighborhood. From the highway you can still see the empty areas where the bulldozers pulled down the houses
The museum’s floor is a map of the original neighborhood which was very international before turning into „only white-area“
In front of the High Court you can still find this bench as a memorial

6. Eine Township-Tour, aber von der richtigen Art!
Bitte vergesst den „Armutstourismus“. Die Blechhütten genannt shaks sind überall am Rande von Cape Town zu sehen und die scheinen sich über Nacht zu vermehren. Armut, keine Elektrizität, keine Straßen und eine Toilette für 40 Leute im Durchschnitt. Wollt ihr das „besichtigen“? Ich persönlich nicht. Deswegen habe ich mich für eine Tour entschieden, die mir die Tatkraft von Lokalhelden zeigt. Denn es gibt die: das sind die Menschen, die ihrer community helfen. Khayelitsha ist ein gigantischer Township mit 1.5 Mio Einwohnern (offiziell leben in Cape Town 4 Mio. Menschen). Mein Guide ist da geboren und aufgewachsen. Und auch seine Kinder wachsen jetzt da auf. Vor ein paar Jahren hat er eine NGO gegründet, um Initiativen im Township zu fördern. Ein community garden, Tanzprojekte, ein Kindergarten und eine Begegnungsstätte für Senioren: allesamt kleine Erfolgsgeschichten in einer aussichtslosen Umgebung. Ohne Zweifel inspirierend.

Empfehlung: so eine Tour könnt Ihr mit Uthando Tours machen, Xolani (mit Klick-Laut ausgesprochen) ist ein bemerkenswerter Tourguide!

The community garden in bloom – the people here don’t have water supply from the city but they manage it on their own and sell their products all around the luxury hotels
This kindergarden look after more than 300 kids and school kids
She is a singer and dancer in a young dancing band from Khayelitsha – really great!

7. Den botanischen Garten Kirstenbosch besuchen
Am besten früh morgens, mit dem ersten Hop on-Hop off-Bus von der Waterfront dahin (die Uhrzeit einfach online checken), bevor die Touristenbusse alle Schaulustigen ausgeladen haben, rumlaufen und genießen! Später könnt Ihr im Tea House lecker Mittag essen – die vegetarische Gerichte mit Süßkartoffel-Pommes haben mich überzeugt!

Happy in the morning and still alone at the bridge
Managed to find a single Protea Flower, the national south african flower! They normally bloom in september
Marvellous Table Mountain!

8. Bo-Kaap besichtigen
Das farbenfrohe Viertel Bo-Kaap im Herzen von Cape Town ist als muslimisches Gastarbeiterviertel entstanden. Hier wohnen vorwiegend Menschen aus Malaysia, Indonesia und anderen afrikanischen Ländern. Auch hier kämpfen die Einheimischen gegen Großinvestoren für den Erhalt von ihrem Zuhause. Es gibt viele Free Walking Touren, die Ihr euch anschlißen könnt oder Ihr entdeckt das Viertel auf eigene Faust – am besten aber nicht ganz allein und nicht in total abgelegene Straßen reinlaufen. Die alte Vorsichtsregel eben.

Bo-Kaap is known for the bright colors of its houses
One of the most photographed streets in Cape Town – the Chiappini street!

9. Die Garten Route fahren
Wenn Ihr genug Zeit habt, könnt Ihr die komplette Tour machen – entweder über eine agency oder eben mit dem Mietwagen. Ich und Linksverkehr vertragen uns nicht gut, daher wollte ich unbedingt gefahren werden:) Ich hatte das Glück, dass meine 3Tages-Tour nicht wirklich nachgefragt war und ich dann allein mit meinem Guide und seinem Tourbus auf der Garten Route unterwegs war – ein sehr tolles und lustiges Erlebnis! My private safari, so zu sagen. Auch wenn nicht vergleichbar mit dem Krüger Park, könnt Ihr in den private game reserves auch eine Safari-Tour machen und freilaufende Tiere hautnah erleben. Den Chapman’s Peak Drive bis Cape Point zu fahren – das kann man mehrmals machen und jedesmal verzaubert diese Strecke einen komplett, denn die Landschaft sieht immer anders aus. Ihr erinnert Euch, das Wetter ist sehr wechselhaft 🙂

Foggy time at Chapmans Peak drive, no trace of the ocean
Driving along the seaside is fine, but sometimes the street is very narrow
Clouds covering the ocean @Cape Point
Full of hope and joy @the Cape of good hope
This sweet baby giraffe is fancing me for real!
Zebra hipsters hanging around
Elephant selfie – I am definitely too small for a proper one!
Rolling past the landscape – I love it!
Cape of good hope – the returning. Colder day but a much better visibility

10. Wine tasting – ach was, einfach Wein trinken!
Der Spaziergang in der Gegend von Constantia katapultiert Euch in die italienische Toscana – die Weinberge, die schicken Weingüter und die grünen Säulen der Zypressen. Traumhaft. Teil von meiner Tour war ein Wine Tasting auf dem Gut von einem der größten Rotwein-Produzenten in Constantia. Und zu jedem Wein gab es auch die passende Schokoladensorte. Erst probiert man den Wein, dann lässt man die Schokolade im Mund schmelzen und nimmt dann einen Schluck Wein. Ich übertreibe nicht, aber diese Kombination macht süchtig

It doesn’t go without notice that wine tasting is lots of fun!
My fav dark chocolate fits best with the Gouverneurs Reserve – one bottle of their „flag ship wine“ costs more than 100 USD

Der Soundtrack von Kapstadt
Mittlerweile wisst Ihr vielleicht schon, dass ich jedem Ort, an dem ich gewesen bin, einen Soundtrack widme. Das ist der Soundtrack der Mother City:

  • Manny Walters – Hear me now – diese tolle Stimme habe ich per Zufall entdeckt! Ein Cape Towner, der viel besser als der frühe Lenny Kravitz ist. Ich hätte ihn so gerne live gesehen…Aber beim nächsten Mal auf jeden Fall!
  • Jimmy Nevis – 7764 – Jimmy kommt auch aus Cape Town und wird hier richtig gefeiert, z.B. wenn er im De Waal Park auftritt. Seine Musik ist mir zu poppig, aber er hat Spaß on stage und sein Video ist toll!
  • Prince – Purple Rain – Warum eigentlich? Die Polizei hat 1989 Wasserkanonen mit purpurfarbenem Farbstoff gegen Tausende von Demostranten in Cape Town eingesetzt, die gegen die Rassentrennung protestiert und versucht haben, das Parlamentsgebäude zu stürmen. Die Proteste sind als The Purple Rain March in die Geschichte eingegangen. Trotz des gleichen Titels hat Prince’s Song nichts damit zu tun:)
  • Gipsy Kings – Volare – und warum? Weil die Cape Towner nach meiner Wahrnehmung verrückt nach Gipsy Kings sind! Diese kommen sogar zum nächsten großen internationalen Jazz-Event in die Mother City!

Noch mehr Impressionen aus Kaptstadt findet Ihr demnächst auf Instagram, unter anderem ein Video mit dem Elefantenfreund von oben 🙂 Don’t worry, be happy and stay tuned!

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